"Alles fliesst in dieser Welt..."

Juni 2010 Marina del Este / Kanarische Inseln

Ein Segeltörn zu den Kanarischen Inseln gilt als nicht schwierig, da fast das ganze Jahr über nördliche Winde eine schnelle Raumwindpassage aus dem Mittelmeer garantieren. Das war auch der Hauptgrund , warum die kanarischen Inseln in der Vergangenheit so gern von Handelsschiffen angelaufen wurden die auf der Passatroute nach Afrika , in den Orient oder nach Amerika segelten.

Die Abfahrt durch das Tor zum Atlantik sollte nur bei günstiger
Wetterlage erfolgen , da sich die Strasse bei ungünstigen Bedingungen als unüberwindbares
Hindernis erweisen kann.
Da im kleinen Mittelmeer mehr Wasser verdampft wie im grossen Atlantik setzt immer ein Strom durch das nachlaufende Wasser vom Atlantik ins Mittelmeer.
Man sollte auf jeden Fall Levante abwarten( Ostwind)
Fast genau so wichtig wie die Windrichtung ist das Ausnutzen der Tide. Wenn man etwa DREI STUNDEN NACH HOCHWASSER in Gibraltar abfährt hat man nur während der ersten Stunde Gegenstrom. Man soll unbedingt an der spanischen Seite der Strasse sich halten um mindestens bis Tarifa einen günstigen Strom zu haben  wenn die Tide nachlässt und schliesslich kentert. Wegen der starken Stromversetzung sollte man allerdings nicht zu dicht unter die Küste geraten.
Wenn man bei starkem Westwind nicht weiterkann kann man in Lee von Tarifa ankern und auf günstigeren Wind und Strom warten.
Die Situation bessert sich wenn man Kurs auf die Kanarischen Inseln absetzt.
Als erster Anlauf ist Lanzarotte Puerto Calero geplant.

 

Alles fliesst in dieser Welt , ohne zu zögern.
Du steigst nicht zwei mal in den selben Fluss.
Hier, in den Händen der Liebe ,verlierst du dich
¡indem du dich in die Magie des Hier und Jetzt fallen laesst!"
Heráclito de Efeso (544 adC - 484 adC)


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